Freitag, 14. Dezember 2018

Civilization Call To Power

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Diese Anleitung setzt die Kenntnis folgender Artikel vorraus:


Das Spiel ist lauffähig unter:
Nativ spielbar
benötigt Wine
benötigt DOSBox
benötigt DOSEMU
benötigt ScummVM


Civilization: Call To Power

Hauptbildschirm
Basisdaten
Entwickler: Loki
Publisher: {{{Publisher}}}
Plattform(en): Linux, Mac, Windows
Architektur: x86
Genre: Rundenbasiertes Strategiespiel
Version: 1.2a
Spielmodi: {{{Spielmodi}}}
Sprache: Deutsch
Steuerung: {{{Steuerung}}}
Lizenz: kommerziell, ab 9,99€
Installation: Manuell 
Systemminima: {{{Systemminima}}}
Altersfreigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG
Demo: {{{Demo}}}
Webseite: Loki Games
Diskussion: SuL Forum

Inhaltsverzeichnis


Beschreibung des Spiels

Als weiterer Klassiker aus der Civilization Reihe ist auch in Call To Power sehr ähnlich wie seine Verwandten Civilization oder Freeciv aufgebaut. Neben den üblichen Zielen "Alleinherrschaft" oder "Punktesieg" ist bei Call To Power noch die Möglichkeit "Außerirdisches Leben" sowie "Weltfrieden" gegeben.

Im Spiel führt man sein Volk durch die Jahrhunderte der Weltgeschichte. Dabei wird nach und nach die gesamte verfügbare Karte besiedelt, neue Technologien erforscht und Scharmützel mit den lieben Nachbarn ausgefochten. Dabei darf man noch auf das Wohlergehen der Bevölkerung achten, die je nach aktueller Regierungsform ihre eigenen Ansprüche stellt. Die sollte man auch tunlichst erfüllen, sonst wird die Fackel ausgepackt und Aufruhr oder Tumulte zerstören das eigene Reich von innen heraus.

Die Möglichkeiten der Kriegsführung sind derlei viele. Von ökologischen Anschlägen über Glaubenskriege bis hin zur reinen Waffengewalt ist alles gegeben. Wer diesen Weg zum Sieg nicht gehen möchte, dem sind mit reichhaltigen Diplomatiemöglichkeiten, Handelssystemen und Forschung andere Möglichkeiten gegeben (sofern die Gegenspieler dabei mitmachen).

Einige Besonderheiten bietet Call To Power gegenüber seinen Verwandten ebenfalls. So ist zum Beispiel der Bau von Unterwasserstädten und die Besiedlung der Erdumlaufbahn möglich. Platz satt also, um der Besiedlungswut der Spieler keine Grenzen zu setzen. Dazu wurde das Einheitensystem besser durchdacht und es können Einheiten gruppiert werden. Der Ausbau der Infrastruktur auf der Landkarte wird von Bautrupps übernommen, die sich aus dem staatlichen Baupott finanzieren. Das lästige herumdirigieren von Pionieren oder Siedlern entfällt.

Das Spiel ist komplett mit der Maus steuerbar doch werden viele nützliche Hotkeys für die Tastatur unterstützt. Kleine Videos stellen die Fertigstellung einzelner Weltwunder und ihre Vorteile dar. Die Einheiten bewegen sich animiert über die Karte und auch wenn die Grafik schon etwas älter ist braucht sich Call To Power nicht zu verstecken.


Installation

Die Installation ansich ist sehr einfach gehalten. Ein grafisches Installationsprogramm bannt Call To Power erfolgreich auf die Platte. Leider ist das nur der Anfang. Sollte das Installationsprogramm versagen, erklärt ein beiliegendes ReadMe die manuelle Installation.

Grundinstallation

Als erstes muss die SpielCD ins Laufwerk eingelegt und eingebunden werden. Das geht zum Beispiel so:

mount /mnt/cdrom

Danach wird des grafische Installationsprogram aufgerufen:

sh /mnt/cdrom/install

Wir wählen Installation und installieren das Spiel nach erst einmal nach ~/games

Aktualisierung

Nach der Installation werden wir gefragt ob wir das Spiel gleich starten wollen. Wir sagen an dieser Stelle nein, da es im momentanen Zustand ohnehin sofort abstürzen wird. Wir benötigen erst ein wichtiges Update, damit Call To Power mit einem aktuellen Linuxsystem (X-Server, glibc, etc..) klar kommt. Das Update befindet sich auf der Update CD, welche von ixsoft zusammen mit dem Spiel ausgeliefert wird. Solltet Ihr diese CD nicht parat haben, wendet Euch bitte an ixsoft, da die Dateien wegen Firmenpleite nicht mehr auf den Loki Webservern verfügbar sind. Nach dem Einbinden der CD spielen wir das Update folgendermaßen ein:

beko@deadalus:~ # mount /mnt/cdrom 
beko@deadalus:~ # sh /mnt/cdrom/updates/civctp/civctp-1.2a-german-unified-x86.run
Verifying archive integrity...OK
Uncompressing Civilization: Call To Power 1.2a Update.........................................................................................................
=============================================================
Welcome to the Civilization: Call To Power 1.2a Update
=============================================================

Would you like to read the README for this update?  [Y/n]: n

=============================================================
Would you like to apply this update? [Y/n]: Y

Please enter the installation path: []: ~/games/CivCTP

=============================================================
Performing update:
Creating uninstall script, this may take a while...
Computing MD5 sums for new uninstaller, this may take a while...
 100%
 Product updated successfully.

beko@deadalus:~ # umount /mnt/cdrom

Ohne CD voll spielbar machen

Da wir die Videos später auch ohne der CD im Laufwerk ansehen wollen, kopieren wir diese ebenfalls mit zu der Installation. Das geht zum Beispiel so:

cp -R /mnt/cdrom/runtime/ctp_data ~/games/CivCTP/

Systemweite Installation

Jetzt, da das Spiel komplett installiert und aktualisiert ist, kann das Verzeichnis ~/games/CivCTP optional an einen Platz Eurer Wahl verschoben werden. Zum Beispiel systemweit unter /usr/local/games:

mv ~/games/CivCTP /usr/local/games/

Systemweite Verknüpfung um das Spiel mit dem Kommando "civctp" starten zu können:

ln -s /usr/local/games/CivCTP/civctp /usr/bin

Sowie eine Verknüpfung für das Icon:

ln -s /usr/local/games/CivCTP/icon.xpm /usr/share/icons/civctp.xpm

Die alte Verknüpfung in Eurem Heimatverzeichnis ~/bin/ könnt ihr danach löschen oder anpassen, sofern Ihr die überhaupt angelegt habt.

Spielstart

Ob nun systemweit oder lokal installiert könnt Ihr das Spiel nun folgendermaßen Starten:

Fenstermodus: civctp -w

Vollbild: civctp -f

Problemlösung

bad dynamic tag

beko@deadalus:~ # civctp: dynamic-link.h:57: elf_get_dynamic_info: Zusicherung »! "bad dynamic tag"« nicht erfÃŒllt.

BUG!  Assertion failed, cleaning up.
CivCTP Linux 1.1 Thu Jun 10 19:51:54 PDT 1999
Built with flags:
-O2 -funroll-loops -fno-exceptions -fno-rtti -g -D_REENTRANT -DPACK=__attribute__ ((packed)) -DCIV3_SPECIES=75 -D_BFR_ -malign-double -D_SDL_STATIC_LIB -DSTATICALLY_LINKED
Built with glibc-2.1
Please send the text of the failed assertion,
along with the contents of autosave to: support@lokigames.com

Es fehlt das Update civctp-1.2a-german-unified-x86.run

Uncompressing Civilization: Call To Power german conversion.....................................................................................................................................................
loki_patch: dynamic-link.h:57: elf_get_dynamic_info: Zusicherung »! "bad dynamic tag"« nicht erfÃŒllt.
./update.sh: line 60: 14483 Abgebrochen             loki_patch --verify patch.dat
The program returned an error code (1)

Falsches Update. Richtig: civctp-1.2a-german-unified-x86.run

Kein Ton

Call To Power nutzt OSS über die einkompilierte SDL_mixer Bibliothek zur Soundausgabe. Moderne Systeme nutzen ALSA mit emulierten OSS. Ist die Umgebungsvariable SDL_AUDIODRIVER=alsa gesetzt, versucht die einkompilierte SDL_mixer auf alsa zuzugreifen. Da SDL_mixer aber ohne alsa-Unterstützung (ein)gebaut wurde, schlägt dies fehl und das Spiel startet ohne Ton. Prüft ob SDL_AUDIODRIVER gesetzt ist:

echo $SDL_AUDIODRIVER

Ist dies der Fall, kann die Variable mit

unset SDL_AUDIODRIVER

für das aktive Terminal freigegeben werden. Geht außerdem sicher, dass keine andere Anwendung gerade auf die Soundkarte zugreift (auch keine Soundserver!), falls weiterhin keine Tonausgabe erfolgt und eure Soundkarte kein Hardwaremixing unterstützt.

Alternativ können fortgeschrittene Nutzer die Systembibliothek des Systems verwenden lassen, die in der Regel dann auch alsa unterstützen. Dazu muss das Spiel mit "civctp.dynamic" (im Installationsverzeichnis) gestartet werden. Bemängelte "fehlende" Bibliotheken müssen nun mit den aktuellen Versionen verlinkt werden. Haben sich die benötigten Aufrufe in den Bibliotheken nicht verändert, startet civctp danach unter Nutzung der aktuellen Systembibliotheken. Ich brauche sicherlich nicht zu erwähnen, dass dieses drastische Mittel zu seltsamen Effekten im Spiel bis hin zu Abstürzen führen kann.

Plattform/Linux xyz nicht unterstützt

Das Installationsscript bricht auf einigen Systemen mit einer Meldung, dass das aktuelle Linux oder die Architektur nicht unterstützt wird, ab. Unterstützt werden nur x86 Linux Installationen mit glibc 2.1 oder 2.0. Ist man sich sicher, dass beide Voraussetzungen gegeben sind, und der Installer sich irrt, kann man das Spiel auch manuell installieren. Dies geht zum Beispiel mit folgenden Schritten (passende glibc Version und Pfade natürlich vorausgesetzt):

cd $HOME
tar -xzf /media/cdrom0/CivCTP-x86-glibc-2.1.tar.gz
tar -xzf /media/cdrom0/CivCTP-data.tar.gz
cp /media/cdrom0/runtime/ctp_data/default/videos/* ./CivCTP/ctp_data/default/videos/

Damit sind alle spielrelevanten Dateien installiert. Allerdings sollte man nach dem Installieren des oben genannten Patches noch Ausführrechte für die Binärdateien setzen. Zum Beispiel mit chmod 750 ./CivCTP/civctp*

Screenshots

Installation
Introvideo
Introvideo
Im Spiel
Im Spiel
Introvideo

-- Beko 18:39, 5. Mai 2008 (UTC)